Pausen in die Sprachausgabe einfügen
Stand: 1. November 2026
Pausen setzen Sie auf Textinsprache.de auf zwei Wegen: mit Marken wie [Pause 1s], die eine Stille von genau festgelegter Länge erzeugen, und über Zeichensetzung und Absätze, nach denen sich die Stimmen von selbst richten.
Unter dem Textfeld fügen drei Knöpfe Pausen von 0,5, 1 oder 2 Sekunden ein. Im Text erscheinen sie als Marke, etwa [Pause 1s]. Sie können solche Marken auch selbst tippen, mit einer Länge von 0,1 bis 10 Sekunden, auch mit Komma wie [Pause 1,5s]. Mit Stimmen von Amazon Polly und Microsoft Azure (Neural) sind bis zu 30 Pausen je Umwandlung erlaubt, mit HD- und KI-Stimmen bis zu 10. Die Marken zählen nicht zu den 3.000 Zeichen je Umwandlung.
Wozu Pausen dienen
Beim Lesen sehen Sie Absätze, Überschriften und Aufzählungen. Beim Hören fehlt diese Gliederung, sie muss über die Zeit entstehen. Pausen zeigen, wo ein Gedanke endet und ein neuer beginnt. Sie geben Zeit, eine Zahl oder einen Namen zu verarbeiten.
Deutlich wird das bei Telefonansagen, Anleitungen und Lerntexten. Wer eine Telefonnummer oder einen Arbeitsschritt hört, braucht einen Moment, bevor die nächste Information folgt.
Pausen-Marken setzen
Setzen Sie den Cursor an die gewünschte Stelle im Text und klicken Sie auf einen der Pausenknöpfe. Die Marke wird eingefügt; beim Vorlesen entsteht an ihrer Stelle Stille, gesprochen wird sie nicht.
Sie können die Marke auch direkt eintippen oder eine vorhandene anpassen. Die Schreibweise ist immer gleich: eckige Klammer, das Wort „Pause“, die Länge in Sekunden mit einem „s“ dahinter, schließende Klammer. Beispiele:
[Pause 0,3s]: ein kurzes Innehalten, etwa vor einer Pointe[Pause 1s]: eine deutliche Trennung zwischen zwei Aussagen[Pause 2s]: Zeit zum Mitschreiben oder für einen Handgriff[Pause 5s]: längere Stille, etwa in Übungen zum Nachsprechen
Möglich sind Werte von 0,1 bis 10 Sekunden. Brauchen Sie mehr als 10 Sekunden am Stück, setzen Sie zwei Marken hintereinander.
Schritt eins: Den Backofen auf zweihundert Grad vorheizen. [Pause 2s] Schritt zwei: Die Kartoffeln waschen und vierteln. [Pause 2s] Schritt drei: Die Kartoffeln mit Öl und Salz mischen und auf das Blech legen.
Diesen Text im Werkzeug anhörenAbsätze und Satzzeichen als Pausen
Nicht jede Pause braucht eine Marke. Die Stimmen richten sich nach der Zeichensetzung. In unseren Hörproben mit einem Satz aus 13 bis 15 Wörtern setzten sie ohne jede Marke zwischen einer und fünf Pausen von mindestens 0,15 Sekunden. Dabei gilt:
- Komma: eine kurze Pause innerhalb des Satzes.
- Punkt, Ausrufe- und Fragezeichen: eine etwas längere Pause am Satzende. Das Fragezeichen hebt außerdem die Stimme.
- Leere Zeile zwischen Absätzen: bei den Polly-Stimmen eine deutliche Absatzpause.
Oft genügt es deshalb, einen Text sauber zu gliedern: lange Sätze teilen, Kommas setzen, Absätze durch eine Leerzeile trennen. Pausen-Marken brauchen Sie dann nur dort, wo eine bestimmte Länge gefragt ist oder die Zeichensetzung nicht reicht, etwa zwischen Überschrift und Text oder zwischen zwei Punkten einer Liste.
Aufzählungen: Schreiben Sie Listenpunkte als ganze Sätze mit Punkt am Ende, jeweils in einer eigenen Zeile. Stichworte ohne Satzzeichen werden sonst leicht in einem Atemzug vorgelesen.
Pausen bei HD- und KI-Stimmen
Die HD-Stimmen von Google und Microsoft und die KI-Stimmen von OpenAI setzen Pausen von sich aus nach Satzbau und Inhalt. Pausen-Marken funktionieren auch hier, allerdings höchstens 10 je Umwandlung. Bei den KI-Stimmen können Sie für einen ruhigeren Vortrag mit mehr Atempausen außerdem den Sprechstil „Ruhig (Vorlesen)“ oder „Langsam & deutlich“ wählen.
Bei HD- und KI-Stimmen wird der Text an jeder Marke geteilt und die gewünschte Stille genau eingefügt. Da die Stimme jeden Teil für sich spricht, kann sich die Betonung am Rand einer Marke leicht ändern. Setzen Sie Marken deshalb an Satzenden statt mitten in einen Satz.
Eine Marke ganz am Anfang oder ganz am Ende des Textes wird ignoriert. Wenn Sie vor oder nach der Sprache Stille brauchen, etwa für einen Videoschnitt, ergänzen Sie diese im Schnittprogramm.
Tempo und Pausen zusammen einsetzen
Neben den Pausen bestimmt das Sprechtempo, wie ein Text wirkt. Das Werkzeug bietet fünf Stufen: sehr langsam (75 %), langsam (90 %), normal, schnell (115 %) und sehr schnell (130 %). Das Tempo gilt für den gesamten Text, eine Pause nur für eine Stelle.
Wählen Sie deshalb zuerst das Tempo, mit dem der Text insgesamt angenehm klingt, und setzen Sie danach Pausen nur dort, wo eine Stelle zu schnell vorbeigeht. Für Lernende eignet sich „langsam“ mit zusätzlichen Pausen nach jedem Satz. In Videos helfen genau bemessene Marken, die Sprache an Schnitte anzupassen.
Häufige Fehler
- Zu viele Pausen: Steht nach jedem Halbsatz eine Marke, klingt der Text abgehackt.
- Falsche Schreibweise: Wird eine Marke vorgelesen statt als Stille umgesetzt, stimmt die Schreibweise nicht. Prüfen Sie Klammern, das Wort „Pause“ und das „s“ am Ende.
- Grenzen überschritten: Mehr als 30 Marken je Umwandlung (mit HD- und KI-Stimmen 10) sind nicht möglich. Teilen Sie lange Texte auf mehrere Umwandlungen auf.